Pflanzenschädlinge bestimmen

Pflanzenschädlinge bestimmen so geht`s

Wenn gesunde Pflanzen ohne ersichtlichen Grund schwächeln oder absterben, dann könnte es sein, das ein Pflanzenschädling Ihren Garten heimsucht. Ob Zimmer- oder Gartenpflanzen – es besteht immer die Gefahr, dass Pflanzen von Schädlingen befallen werden, auch wenn sie sonst gesund sind und gut und liebevoll gepflegt werden. Wenn Schädlinge eine Pflanze entdecken und einnehmen, ist eine schnelle Identifizierung dieser wichtig, weil dadurch die Pflanze gerettet werden kann. Jetzt gilt es schnell zu handeln, um größere Schäden abzuwenden. Die Identifizierung bereitet aber ab und zu Probleme, da nicht alle Schädlinge mit dem bloßen Auge erkennbar sind. Manche verstecken und tarnen sich, während andere nachtaktiv sind. Deswegen lohnt es, sich darüber zu informieren, welche Spuren die Schädlinge hinterlassen.

Die häufigsten Pflanzenschädlinge

Pflanzenschädlinge sind Tiere oder Organismen, welche die Pflanzen beschädigen. Sie ernähren sich von Teilen der Zier- oder Nutzpflanzen und stören bzw. behindern somit das Pflanzenwachstum, was bis zum Absterben der Pflanze führen kann. Viele Pflanzenschädlinge lassen sich schnell bestimmen, weil sie immer wieder vorkommen. Zu dieser Kategorie zählen beispielsweise Blattläuse und Ameisen. Bei anderen erkennt man vielleicht gar nicht erst, dass es sich um Schädlinge und keine Krankheiten handelt. Dabei gibt es aber gewisse Zeichen wie beispielsweise angefressene Blätter oder Exkremente, die nicht auf Anhieb sichtbar sind, sondern gesucht werden müssen. Achtet man auf diese kleinen Indikatoren, wird man auch dazu im Stande sein, die Schädlinge zu bestimmen und die richtigen Gegenmittel auszusuchen.

Sichtbare Schädlinge

BlattläuseBlattläuse
Die wenige Millimeter großen Blattläuse können häufig an Blättern und Trieben entdeckt werden. Blattläuse können grün, schwarz oder auch braun sein und befinden sich oft auf der Unterseite der Blätter und deswegen kann es sein, dass man die Pflanze näher untersuchen muss, um sie zu finden. Ein Indikator für Blattläuse ist auch ein klebriger Belag auf den Blättern, der aus den zuckerhaltigen Ausscheidungen der kleinen Tiere besteht. Man nennt diesen auch Honigtau. Typische Anzeichen von Blattlausbefall sind Verkrüppelungen an Triebspitzen und jungen Blättern.

Schildläuse
SchildläuseDie Schildläuse sind leicht erkennbar, indem die weiblichen Tierchen ein Schild um sich herum bauen. Der Schild ist braun und rundlich geformt. Hier legt die Laus Eier ab und saugt Pflanzensaft ein. Die Schildlaus selbst ist unbeweglich, die etwa 2 mm großen Larven sind aber beweglich. Einen Schildlausbefall erkennt man natürlich an den braunen Schilden, sie können aber wegen ihrer Farbe ziemlich gut getarnt sein und die Pflanzen müssen deshalb gründlich untersucht werden. Erst spät kommt es zu verkrüppelten Blättern und Blüten und schließlich zum Blattabfall.

MinierfliegeMinierfliegen auch Miniermotte genannt
Wenn man die Blattschäden der Minierfliege sieht, besteht kein Zweifel mehr. Die Larven der Fliege „graben“ Gänge in die Blätter, die sich durch ihre helle Farbe leicht erkennen lassen und ein ganzes Netz bilden können. Die Fliege selbst verursacht keine Schäden, nur die Larven sind eigentliche Schädlinge. Sie fressen gewundene Tunnel durch das Gewebe von Blättern.

Angefressene Blätter

OhrwurmOhrwürmer

Ohrwürmer sind kleine Insekten mit einer Zange am Schwanzende. Sie fressen Löcher in Blüten und Blätter junger Pflanzen. Sie vertilgen aber auch Schmetterlingseier und Blattläuse. Aus diesem Grund kann man sie durchaus im Garten dulden.

LilienhähnchenLilienhähnchen Das Lilienhähnchen ist ein Käfer und richtet selber keine Schäden an – nur die Larven sind nahezu unersättlich und hinterlassen Löcher in den Blättern oder fressen sogar ganze Blätter weg. Wie der Name andeutet, werden Pflanzen in der Lilienfamilie von diesen Tieren angegriffen.

RaupeRaupen
Raupen sind die Larven von Schmetterlingen.Es gibt viele verschiedene Raupen und alle schädigen Obst- und Ziergehölze mit Fraßschäden. Je nach Raupenart unterscheidet sich der Fraßgang in Stamm, Trieb, Blätter oder Früchte.

Die Schnecke
SchneckenUnter den Schnecken gibt es Pflanzenfresser, Aasfresser und räuberische Arten. Sie dienen als Nahrungsgrundlage vieler Tiere und sie sind
Zwischenwirte vieler Krankheitserreger und Parasiten. Die Nacktschnecken zum Beispiel verteilen Pflanzenpathogene (Pilzerkrankungen bei
Pflanzen) und
Sie können Pflanzen bis zum Kahlfraß schädigen. Sie verursachen schwarz-silbrige Flecken auf der Blattoberseite.

 

 

Andere Schäden an der Pflanze

MaulwurfDer Maulwurf
Er gräbt sich durchs Erdreich und beschädigt die Wurzeln der Pflanzen mit seinen Grabungen, da diese direkt unter der Erdoberfläche verlaufen. Der Maulwurf frisst jedoch keine Pflanzen oder Früchte, sondern nur Regenwürmer, Insekten und deren Larven. Besonders im Frühjahr kann der Maulwurf ganze Rasenflächen mit seinen Hügeln verunstalten. Er ist kein direkter Schädling, wird aber von keinem Gärtner gerne gesehen.

SpinnmilbenSpinnmilbe

Die Spinnmilben oder rote Spinnen sind schwierig zu entdecken, weil sie nicht größer als einen halben Millimeter sind. Meistens befinden sie sich auf der Unterseite der Blätter, wo sie den Saft saugen und dadurch ihre Spuren hinterlassen: Die Blätter bekommen einen silbrigen Schimmer, weil die leergesaugten Zellen statt Saft mit Luft gefüllt werden. Sie können aber auch die Triebspitzen der Pflanze befallen, wo sie neue Blätter und Äste leersaugen. Dies erkennt man dadurch, dass diese sofort absterben.

ThripseThripse

Die Schäden der Thripse können mit denen von den Spinnmilben verglichen werden. Auch die Thripse saugen Saft von der Unterseite der Blätter, was den Blättern eine silbrige Farbe gibt. Die Tierchen selbst sind 1-2 mm lang, dünn und sind grün oder dunkelbraun. Sie können aber nur sehr schwer entdeckt werden, weil sie die Vertiefungen der Blattstruktur nutzen, um sich zu tarnen.

Pflanzenschädlinge bestimmen und bekämpfen

Pflanzenschädlinge zu bestimmen ist gar nicht so schwer, denn wer seine Pflanzen kennt, erkennt auch schnell die Störenfriede. Sobald an der Pflanze eine Veränderung festgestellt wird, sollte sie unbedingt genauer untersucht werden. Eingerollte Blattränder, Verkorkungen, verfärbte Blätter oder löchrige Blätter sind Anzeichen für einen Befall durch Pflanzenschädlinge. Bestimmen kann man die jeweilige Schädlingsart durch weitere genauere Beobachtungen. Fühlen sich die Blätter klebrig an, kann dies ein Hinweis auf einen Befall von Blattläusen oder Wollläusen sein, denn der klebrige Film auf den Blättern ist der von den Schädlingen ausgeschiedene Honigtau, welcher Schwärzepilze verursacht. Blattläuse sind braune, grüne oder auch schwarze Tierchen, welche sich in Kolonien an Blättern und jungen Trieben zu schaffen machen. Wollläuse hingegen sind kleine weiße an Wattebäusche erinnernde Gespinste. Wirken die Blätter einer Pflanze gelblich weiß bis silbrig, können hier Spinnmilben am Werk sein, die sich an der Blattunterseite ausgebreitet haben und in der Nähe der Adern aktiv sind.

Wurde der Pflanzenschädling enttarnt, kann gegen ihn angekämpft werden. Diese Möglichkeiten bestehen mit chemischen, mechanischen und biologischen Mitteln und jeder Pflanzenschädling reagiert auf eine andere Methode der Schädlingsbekämpfung. Bei der Auswahl der Mittel zur Schädlingsbekämpfung sollte zuerst immer die biologische Variante versucht werden. Schon aus dem einfachen Grund, weil jedes chemische Schädlingsbekämpfungsmittel gesundheitliche Folgen bei Mensch und Pflanze nach sich ziehen kann. Besonders, wenn im Haushalt Kinder oder Haustiere leben. Zudem geht die chemische Bekämpfung der Pflanzenschädlinge auf Kosten der Umwelt, vor allem, wenn sie bei Nutzpflanzen angewandt werden, was wiederum gesundheitliche Folgen für den Menschen nach sich ziehen kann. Die biologischen Varianten der Schädlingsbekämpfung sind umweltfreundlich, stellen keine Gefahr für Menschen oder Haus- und Nutztiere dar, da sie aus einer natürlichen Zusammensetzung bestehen, die in vielen Fällen in Form von Ölen oder natürlichen Feinden, wie Marienkäfer und Larven, verabreicht werden.

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Zuletzt aktualisiert am 19.09.2018

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  • Schnelle und langanhaltende Wirkung
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CELAFLOR® Schädlingsfrei Careo® Combi-Stäbchen eignen sich auch hervorragend zur Bekämpfung von Schädlingen an Hydrokulturen. Der Wirkstoff gelangt über die Wurzeln mit dem Saftstrom in alle oberirdischen Pflanzenteile und erreicht somit auch versteckt sitzende Schädlinge (systemische Wirkung).

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  • Düngung für prächtiges Wachstum
  • gleichzeitige Bekämpfung von Schädlingen
  • sowie Langzeitschutz vor erneutem Befall.

Anwendung

  • Anwendung bei Befallsbeginn beziehungsweise bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen.
  • Stäbchen vollständig von oben in den Wurzelballen stecken.
  • Anschließend gut angießen.
  • Bei Bedarf die Behandlung circa 3 Monate später wiederholen.
  • Zusätzliche Düngergaben erst circa 3 Monate nach der letzten Anwendung.
  • Maximal 3 Anwendungen im Abstand von 56 Tagen je Kultur beziehungsweise je Jahr.
  • Anwendung bei Befallsbeginn beziehungsweise bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen.
  • Bei vorhandenem Befall setzt die sichtbare Wirkung gegen Blattläuse bereits nach 1 bis 3 Tagen, gegen Weiße Fliege nach 5 bis 6 Tagen ein.
  • In Abhängigkeit von der behandelten Pflanzenart beginnt die sichtbare Wirkung gegen andere Schädlinge nach circa 2 Wochen.
CELAFLOR® Schädlingsfrei Careo® Combi-Stäbchen sind auch bei mehrmaliger Anwendung gut pflanzenverträglich. Allerdings besteht bei zusätzlicher Düngung die Gefahr von Pflanzenschäden durch Überdüngung. Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
  • Für eine optimale Anwendung im Bereich Balkon- und Kübelpflanzen empfehlen wir CELAFLOR® Schädlingsfrei Careo® Combi-Granulat.

Anwendungszeit

  • Januar bis Dezember

Technische Daten

  • Inhaltsstoffe: 40 g/kg Acetamiprid
  • NPK-Dünger mit Formaldehyd-Harnstoff 10 - 6 - 7 Chloridarm
  • Pfl.Reg.Nr. (Öst.): 900605

  • Blisterkarte mit 40 Stäbchen (Vorteilspack)
  • 2in1 - Schutz und Düngung in einem
  • Schnelle und langanhaltende Wirkung
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  • Einfache Anwendung

Pflanzenschädlingen keine Angriffsfläche bieten

Um dem Befall der Nutz- und Zierpflanzen durch Pflanzenschädlinge vorzubeugen, gibt es einfache Varianten, wie zum Beispiel Knoblauch im Pflanzenboden vergraben, damit Blattläuse fern bleiben. Um Raupen vorzubeugen, wählt man bei einigen Kulturpflanzen die Sorte (frühe oder späte Sorte), die außerhalb der Schädlingsperiode liegen. So werden die kritischen Stadien der Pflanze für die Eiablage der Pflanzenschädlinge umgangen.

Wichtig ist, die Pflanzen stets artgerecht zu halten, denn Pflanzenschädlinge, wie die Blattläuse, bevorzugen geschwächte Pflanzen. Weiterhin sollte der Zustand der Pflanzen ständig unter Kontrolle gehalten werden und ein regelmäßiges Umtopfen mit genauer Wurzelkontrolle kann schon viel Unheil ersparen.

Bildrechte:
© Böhringer Friedrich (Own work) [CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons

 

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Zuletzt aktualisiert am 19.09.2018

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