Gewächshaus

Gewächshaus

Gewächshäuser sind eine denkbar einfache und wirksame Methode sich effektiv ein eigenes Klima zu erschaffen, in dem dann die Pflanzen der Wahl gedeihen können. Zentral ist das allseits bekannte Prinzip des Glashaus- oder Treibhauseffekts. Hierbei scheint die Sonne durch die Glasoberfläche und heizt den Innenraum auf. Die im Raum befindlichen Materialien absorbieren dann die Hitze, wodurch die erhöhte Temperatur im Innenbereich aufrechterhalten werden kann. Dieses Prinzip wird metaphorisch auf die Erde übertragen, wenn vom Treibhauseffekt im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung gesprochen wird.

Tipps für das Gewächshaus







Im Gewächshaus dient die höhere Temperatur allerdings als Grundlage für ein individuelles Klima, welches man für die Zucht gewisser Pflanzen benötigen könnte. So lassen sich neben der Lufttemperatur auch deren Feuchtigkeit sowie die Bewässerung im Gewächshaus individuell regeln, um so eine Vielzahl subtropischer und tropischer Klimata zu simulieren. Dies eignet sich insbesondere für die Zucht exotischer tropischer Früchte, deren Anpflanzung in diesen Breiten unter normalen klimatischen Bedingungen nicht möglich wäre.

Die Anfänge

Dabei diente das Gewächshaus im 19. Jahrhundert oft zur öffentlichen Ausstellung fremder und exotischer Pflanzen, die aus den Kolonien in die jeweiligen Heimatländer importiert wurden. Auch ihr Nutzen für die Zucht exotischer Früchte, wie zum Beispiel der Ananas, wurde ebenfalls erkannt. Als erste architektonische Errungenschaft unter den Gewächshäusern gilt der riesige Crystal Palace, welcher 1851 in London anlässlich der Weltausstellung errichtet wurde. Dabei handelte es sich um ein enormes Glas- und Stahlkonstrukt im viktorianischen Stil, welches seinerzeit eher ein Symbol prachtvoller Dekadenz war, als ein praktisches Gewächshaus.


Gewächshäuser

Ein Gewächshaus selber bauen

Wer selbst gerne einmal exotische Pflanzen oder Früchte züchten möchte oder seine Gewächse einfach vor der schlechten Witterung schützen will, dem bietet es sich an ein Gewächshaus selbst zu bauen. Die passenden Materialien dazu gibt es praktischerweise alle im Baumarkt. Für eine simple Konstruktion empfiehlt es sich Holz und Stegplatten aus Plexiglas zu benutzen. Holz lässt sich einfach bearbeiten und zurechtschneiden, sollte aber aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit im Inneren des Gewächshauses vorher entsprechend behandelt sein. Stegplatten aus Plexiglas sind in verschiedenen Größen erhältlich, wobei sich die Dimensionen des Gewächshauses anhand der Plattengröße ausmachen lassen. Anstelle von Holz eignet sich auch ein unverwüstliches Aluminiumgerüst. Für den handwerklichen Laien sind in Baumärkten allerdings auch Komplettsätze erhältlich, die sich nach einfacher Anleitung zusammensetzen lassen. Bei der Konstruktion muss allerdings darauf geachtet werden, dass das Dach des Gewächshauses schräg genug ist, damit sich im Winter kein Schnee ansammeln kann. Dies würde nicht nur das Sonnenlicht blockieren. Das Dach könnte unter dem Gewicht des Schnees auch einbrechen.

Exotische Vielfalt

Man unterscheidet drei verschiedene Arten Gewächshäuser anhand der Innentemperatur. Im Kalthaus können bei Temperaturen zwischen 2-12 Grad verschiedene Zitrusfrüchte angebaut werden, während draußen winterliche Temperaturen herrschen. Temperierte Häuser eignen sich mit 12-18 Grad zum Beispiel für Papaya und Passionsfrucht. Ananas, Mango und Kokosnuss gedeihen erst im Warmhaus ab 18 Grad. Dabei handelt es sich allerdings um die Innentemperaturen im Winter. Hinzu kommen natürlich unterschiedliche Anforderung der Früchte an Böden, Bewässerung und Luftfeuchtigkeit. Aber all dies lässt sich im eigenen Gewächshaus problemlos regeln.